Um die Kapitalstruktur eines Unternehmens zu analysieren, nimmt man gewöhnlich verschiedenste Kennzahlen zur Hand. Unter anderem die Eigenkapitalquote. Wie das Wort schon sagt, ist das Eigenkapital bei dieser Kennzahl von ganz besonderer Bedeutung. Die Eigenkapitalquote drückt den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital aus. Demnach werden sämtliche Eigenkapitalpositionen, beispielsweise das gezeichnete Kapital oder Kapitalrücklagen, berücksichtigt. Nicht berücksichtigt werden stille Reserven. Die Formel zur Berechnung der Quote ist demnach folgendermaßen zu beziffern: Eigenkapital mal 100 geteilt durch die Bilanzsumme. Der errechnete Wert wird in Prozent angegeben. Um nun zu entscheiden, ob sich der Wert positiv oder sogar negativ auf mein Unternehmen auswirkt, müssen zahlreiche Recherchen durchgeführt werden.
Eine hohe Eigenkapitalquote ist durchaus positiv zu bewerten. So können Verluste in Engpässen leichter bewältigt werden, denn Eigenkapital steht unbegrenzt und unverzinslich zur Verfügung. Die Unabhängigkeit von Gläubigern nimmt durch eine hohe Quote ebenfalls zu. Da eine höhere Sicherheit gewährleistet ist, ist auch die Kreditwürdigkeit hoch. Die Kreditgeber ermöglichen es dem Unternehmen Kredite aufzunehmen, weil die Kreditfähigkeit und die Kreditwürdigkeit exzellent sind. Es ist sichergestellt, dass der Kreditnehmer seine Verbindlichkeiten fristgerecht begleicht und somit die volle Vielfalt der günstigen Konditionen ausnutzen kann. Es gibt allerdings auch Unternehmen, welche eine durchaus niedrige Eigenkapitalquote besitzen. Es ist immer branchenabhängig, wie sich die Quote auswirkt. Man sollte also immer einen Branchenvergleich zu Rate ziehen, um sein Unternehmen im Vergleich zu anderen branchenüblichen Unternehmen zu sehen. Beispielsweise liegt die Eigenkapitalquote der Kreditinstitute bei durchschnittlich acht bis zehn Prozent.
Industrieunternehmen dagegen verzeichnen bereits eine Quote zwischen 15 und 40 Prozent. Um eine Jahresabschlussanalyse zu fertigen, ist es hilfreich die Ist-Werte des vorangegangenen Jahres mit zu berücksichtigen. Man hat demnach schnell einen Überblick über die aktuelle Situation des Unternehmens. All diese Gründe sind es, die der Eigenkapitalquote als Kennzahl der Kapitalstruktur eine sehr hohe Bedeutung verschaffen. Unternehmen sollten immer bestrebt sein so viel wie möglich Eigenkapital ins Unternehmen zu führen, um die Liquidität es Unternehmens zu sichern.
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